Einblicke in die umfangreiche und faszinierende Geschichte, die sich hinter den Opern- und Oratorienwiedergaben des London Symphony Orchestra verbirgt

Pelléas et Mélisande (Pelléas and Mélisande) (opera)

Debussy schrieb diese Oper über eine Dreiecksbeziehung im Jahr 1902. Es war die einzige Oper, die er fertig gestellt hatte. Sie gilt als eine der wichtigsten Opern des 20.Jahrhunderts und ist auch heute noch gut bekannt, ebenso wie ihre Musik. Sie wurde in der Salle Favart in Paris von der Opéra-Comique unter der Leitung von André Messager uraufgeführt. Nach ihrer Premiere erhielt sie zunächst gemischte Kritiken. Doch schon nach wenigen Tagen wuchs die Begeisterung für die Show und damit auch ihre Anhänger. Die erste Serie dieser Vorführung lief 14 Tage. Später wurde es zu einer regelmäßigen Aufführung an der Opéra-Comique und am 25. Januar 1913 fand die 100. Aufführung der inzwischen ikonischen Oper statt. Als Maggie Teyte die Rolle der Mélisande übernahm, beschrieb sie Debussys Reaktion wie folgt: „Une autre anglaise-Mon Dieu“(„Eine andere Engländerin – mein Gott“). Sie beschrieb ihn auch als sehr pedantisch.

"Als Lehrer war er pedantisch - das ist das einzige Wort. Wirklich pedantisch [...] Es gab einen Kern von Wut und Bitterkeit in ihm - ich denke oft, er war eher wie Golaud in Pelléas und doch war er es nicht. Er war - es ist in seiner ganzen Musik - ein sehr sinnlicher Mann. Niemand schien ihn zu mögen. Jean Périer, der für meine Mélisande Pelléas spielte, wurde weiß vor Wut, wenn man den Namen Debussy erwähnte..."

Sir Simon Rattles Interpretation mit demLondon Symphony Orchestra ist ebenso leidenschaftlich. Die Geräusche von Weidenwäldern, Kammern und Türmen sind deutlich zu hören. Die Stimmen von Golaud und Pelléas werden von Christian Gerhaher und Gerald Findley farblich neu interpretiert. Magdalena Kožená gibt eine mutige und für manche unkonventionelle Interpretation von Mélisande ab.

Im Mittelpunkt der Handlung steht das Liebesdreieck der drei Hauptrollen. Prinz Golaud ist mit Mélisande verheiratet, sie verliebt sich aber bald in Golaud’s jüngeren Bruder Pelléas. Der emotionale Akt endet mit Pelléas‘ unerwartetem Tod, der durch die Wut und Besessenheit des Fürsten, die Wahrheit zu ermitteln, verursacht wurde.

Das Paradies und die Peri (Oratorium)

1843 schrieb Schumann „Das Paradies und die Peri“. Es war sein erster Versuch einer konzertierten Vokalmusik, ein Werk im Oratorienstil, das auf Lalla-Rookh von Thomas Moore basiert. Danach waren seine Kompositionen nicht mehr auf eine bestimmte Form während einer bestimmten Periode beschränkt. Das Paradies und die Peri war das Medium für Gabrielle Krauss‘ ersten wichtigen Auftritt in Wien 1858, als sie noch nicht 16 Jahre alt war.

Nach einer kurzen Orchestereinleitung erzählt der Erzähler, Alt, die Geschichte der trostlosen Peri am Tor und stellt sie im ersten Solo („Wie gesegnet scheint mir, verschwundenes Kind der Luft!“) vor, eine zärtliche, schöne Melodie, die von romantischen Gefühlen geprägt ist. Der zweite Teil beginnt auf die charmanteste Art und Weise. Die Tenor-Erzählerin stellt die Rückkehr der Peri mit ihrer Gabe vor, die mit dem Solo des Engels („Sweet is our Welcome“) endet. Der dritte Teil beginnt mit einem schönen Chor von Houris („Wreathe ye the Steps to great Allah’s Throne“), der mit Soli und orientalischem Kolorit durchsetzt ist.

Im Januar 1854 ging Schumann nach Hannover, wo er eine von Joachim und Brahms organisierte Aufführung seines „Paradieses und der Peri“ hörte. Zwei Jahre später erhielt das Werk auf Schumanns Wunsch seine erste englische Aufführung unter der Leitung von William Sterndale Bennett. Die erste englische Überstellung fand in den Hanover Square Rooms in London statt.

"Es ist das große Meisterwerk, das Sie noch nie gehört haben, und davon gibt es heute nicht mehr viele...

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Sir Simon Rattle sagt über das Stück, „Es ist das große Meisterwerk, das Sie bislang noch nie gehört haben, und davon gibt es heute nicht mehr viele… In Schumanns Leben war es das beliebteste Stück, das er je geschrieben hat; es wurde endlos aufgeführt. Wagner schrieb, wie eifersüchtig er war, dass Schumann es getan und dieses Thema gestohlen hatte, das er machen wollte, und wie außergewöhnlich es war“.

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